Nicht im Regen stehen

Die Grundausrüstung des St.Galler Landjägers war ein kurzer Säbel mit schwarzem Riemen, über die Achsel getragen. Dazu kam ein Vorderlader mit Steinschloss.

Die Patronen der damaligen Zeit bestanden aus Papier und enthielten das Pulver und das Geschoss. Es war damals Vorschrift, dass nur Bewerber, die noch über ihre Vorderzähne verfügen, rekrutiert werden durften. Die Zähne waren wichtig, um die Papierpatrone aufzubeissen.

Der Landjäger durfte auch niemals zu lange im Regen stehen, sonst brachte er keinen Schuss mehr heraus. Mit einer Schusswaffe jener Zeit mit Steinschlosszündung war es möglich, dass im Durchschnitt bei zehn gewollten Schüssen deren sieben auch wirklich losgingen! Das Kaliber der Gewehre betrug 17,1 mm (max. 18 mm) und das Geschoss war eine Bleikugel von ca. 25 Gramm Gewicht. Die Treffsicherheit war sehr gering. Das war unter anderem auch auf die recht primitive Visierung an der Waffe zurückzuführen. Man erzielte eine viel höhere Trefferquote wenn man gehacktes Blei verschoss! Ab 1834 wurden auch Karabiner mit Perkussionszündung verwendet.

Bild: Nachtzeichnung der damals in der Ostschweiz getragenen Uniformen