Diensthundewesen 2021
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Diensthundewesen 2021

Peter Rohner, der Leiter des Diensthundewesens der Kantonspolizei St.Gallen, spricht über das Jahr 2021. Und darüber, was aus Sicht der Vierbeiner im Fokus war…


Aufgebote und Einsätze der Diensthundeteams im Jahr 2021

Bei 49 von 438 Einsätzen waren die Hunde der Kantonspolizei St.Gallen erfolgreich. Diese Quote scheint zwar im ersten Moment eher niedrig zu sein, ist aber in Tat und Wahrheit hoch. Oftmals ist schlicht und einfach keine brauchbare Spur vorhanden, die von den Hunden überhaupt aufgenommen werden könnte. Dazu ist zu beachten, dass der Hund ein Lebewesen und keine Maschine ist.

13 Mal fanden die Hunde Drogen, 13 Mal Gegenstände, sieben Mal spürten sie Täter auf und elf Mal kamen die Personenspürhunde zu Indizien, die bei kriminalpolizeilichen Ermittlungen und dem Finden von Vermissten weiterhalfen. Getroffene Anpassungen der Ausbildungen, wie etwa die Umstellung bei den Schutzhunden auf Individualfährte und die Konditionierung der Drogenhunde zusätzlich auch auf Notengeld, zahlten sich bereits aus. Es wurde fünfmal Notengeld gefunden.

Trotz Corona und diesbezüglichen Einschränkungen sind die Einsätze der Polizeihundeteams gestiegen. 2021 wurden wie erwähnt 438 Einsätze (2020 = 401) mit 904 Einsatzstunden geleistet.


Entwicklungen 2021

Mit dem Ziel, das Diensthundewesen bei der Kantonspolizei St.Gallen weiterzuentwickeln, konnten 2021 folgende Bereiche bearbeitet und neu ausgerichtet werden:

  • Bewerbungs- und Auswahlverfahren
  • Aus- und Weiterbildungskonzept
  • Materialkonzept
  • Alarmierungs- und Aufgebotskonzept (E-Alarm)
  • Anpassung des Soll-Bestandes an die Bedürfnisse der Kantonspolizei St.Gallen

Seit einigen Jahren entwickelte sich die Tätigkeit der Diensthunde vom Allrounder (Schutzhund) zum Spezialisten. Der Bereich der sogenannten «friedlichen» beziehungsweise «unfriedlichen» Personensuche hat deutlich zugenommen. Aus diesem Grund verfolgt die Kantonspolizei St.Gallen die Praxis, ihre Schutzhundeteams zusätzlich im Verfolgen von Tätern nach Individualgeruch auszubilden.